Amthof-Galerie

Amthof-Galerie Bad Camberg
Verein für Kunst und Kunstförderung e.V.

*Wo die Kunst in vielen Sprachen spricht*

Zwei Künstler, aber mindestens drei künstlerische Sprachen präsentiert die Amthof-Galerie Bad Camberg in ihrer Oktober-Ausstellung. Von Sonntag, 3. Oktober an, stellen Olga Müller und Uli Eulberg in den historischen Galerieräumen aus.

Amthof – Olga Müller
Olga Müller wird ihre Hälfte der Doppelausstellung mit Ölmalerei gestalten. Ihre grundlegende Ausbildung erhielt sie in ihrem alten Heimatland Russland, wo sie die Kunstakademie K. A. Savitsky in Penza besuchte und Malerei mit dem Schwerpunkt Realismus erlernte. Nach der Lehrtätigkeit an einer Kunstschule und der Arbeit als Illustratorin von Büchern über die finno-ugrischen Volksgruppe der Udmurten zog Olga Müller nach Moskau, wo sie ihre Arbeit als Kunstlehrerin intensivierte, Bilder ausstellte und Preise des internationalen Kunstwettbewerbs Artex Award gewann. Im Jahr 2014 zog sie nach Deutschland und lebt seitdem in Hessen. Von dort ausbeteiligt sie sich an nationalen und internationalen Kunstprojekten. Bis heute fühlt sich Olga Müller der Wildnis Udmurtiens verbunden, was sie nicht zuletzt darauf zurückführt, dass ihr Großvater ein Schamane des Volks war. Sowohl urtümliche Wälder als auch die feine Schönheit von Blumen inspiriert sie zu ihren Werken. Beobachtungen aus der Natur und das Leben von Menschen in verschiedenen Kulturkreisen zählen zu ihren bevorzugten Motiven. Dennoch finden sich in ihrem Werk auch Landschaftsmalerei, Porträts und Abstraktionen.

Uli Eulberg zeigt sowohl Fotografien als auch Skulpturen. „Ich fotografiere, was ich nicht plastisch gestalten möchte,  ich forme, was ich nicht fotografisch sehe“, sagt der vielseitige Künstler. „Schöne neue Welt“ hat Uli Eulberg seinen Ausstellungsteil überschrieben. Bei seinen Arbeiten steht der Mensch im Mittelpunkt, mit seiner Schönheit, seiner Ästhetik aber auch oft in seiner verblendeten Sicht auf die Dinge. In der Fotografie freut er sich zugleich über die Schönheit der Welt und sieht deren Verfall, aus dem aber wieder Neues entsteht. „Die Ästhetik morbider Plätze, Gebäude, auch im Kontrast mit Menschen, ist immer ein Thema in meinen Bildern“, erklärt Eulberg.


Der in Limburg geborene und nach verschiedenen Lebens- und Lernstationen weiterhin dort arbeitende Künstler hat als Bildhauer unter anderem mit Bronze, Stein und Eisen gearbeitet. Derzeit stehen gesägte Holzobjekte mit ihren rauen aber dennoch filigrane Gestalt besonders in seinem Blickpunkt.

Vom 3. Oktober an ist die Doppelausstellung in der Amthof-Galerie an allen Sonntagen im Oktober jeweils von 11 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen. Besucher werden gebeten, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Es gelten alle zum jeweiligen Termin aktuellen öffentlichen Bestimmungen zum Infektionsschutz.